Verteidigungsminister der bosnischen Serbenrepublik zurückgetreten

29. Oktober 2002, 07:34
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Wegen illegaler Waffengeschäfte mit dem Irak

Sarajevo/Banja Luka - Wegen illegaler Waffengeschäfte mit dem Irak sind der Verteidigungsminister der bosnischen Serbenrepublik, Slobodan Bilic, und der Armee-Kommandeur General Novica Simic am späten Montagabend zurückgetreten. Das berichtete der bosnisch-serbische Rundfunk.

Die Regierung der bosnischen Serbenrepublik hatte zuvor bereits drei Vertreter des Militärs entlassen. Ermittlungen hätten bestätigt, dass mit Lieferungen aus der Fabrik Orao bei Bijeljina, die Teile für Kampfflugzeuge herstellt und wartet, das UN-Embargo gebrochen worden sei, teilte die Regierung am Freitag mit.

Die Regierung in Banja Luka hat den Direktor von Orao, Milan Prica, seines Amtes enthoben. Außerdem müssen der Chef der Luftverteidigung, Milijan Vlacic, und der Direktor der bosnisch- serbischen Rüstungsagentur, Spasoje Orasanin, gehen. Das Geschäft wurde von der jugoslawischen Staatsfirma Jugoimport (Belgrad) abgewickelt, die trotz des Embargos Ersatzteile für Kampfflugzeuge vom Typ MiG-21 an den Irak verkauft hat. (APA/dpa)

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