Solana: EU fordert weiterhin politische Lösung in Tschetschenien

29. Oktober 2002, 10:21
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"Terrorismus hat in unseren Gesellschaften keinen Platz"

Kopenhagen - Die Europäische Union will ihre Haltung in der Tschetschenienfrage nach dem Moskauer Geiseldrama nicht ändern. Für den Konflikt um die abtrünnige Kaukasusrepublik werde es nur eine politische, aber keine militärische Lösung geben, sagte der EU-Außenbeauftragte Javier Solana am Montag in Kopenhagen. "Das war schon immer unsere Position." Solana fügte hinzu: "Einmal mehr sage ich aber auch, dass Terrorismus in unseren Gesellschaften keinen Platz hat." Die "Verurteilung des Terrorismus" durch die EU könne "nicht in Zweifel gezogen werden".

Der französische Ministerpräsident Jean-Pierre Raffarin sagte dem französischen Fernsehsender LCI, dass nur ein "politischer Dialog" aus dem kriegerischen Konflikt in Tschetschenien führen könne.

Der tschetschenische Vize-Ministerpräsidenten Achmed Zakajew äußerte dagegen Zweifel, dass der russische Präsident Wladimir Putin ohne internationalen Druck Verhandlungen über die Zukunft der Kauakasusrepublik führen werde. Zuvor hatte sich Präsident Aslan Maschadow zu Friedensverhandlungen mit Moskau bereit erklärt. (APA)

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    foto: epa/capricorn/olivier polet
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