Erste Frage ohne Münze

29. Oktober 2002, 10:52
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Reichholds Fehlen kippt Ablauf der TV-Konfrontationen - mit Grafik

Die Erkrankung des FPÖ-Spitzenkandidaten Mathias Reichhold wirft auch für den ORF einige Fragen auf. "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch nicht sagen, wann und wer bei den TV-Konfrontationen dabei sein wird", erklärt Pressesprecher Michael Krause auf STANDARD-Anfrage. Das für Donnerstag geplante erste TV-Duell Reichholds gegen SPÖ-Spitzenkandidat Alfred Gusenbauer will FP-Generalsekretär Karl Schweitzer verschieben.

Bisher habe die FPÖ mit dem ORF noch keinen Kontakt aufgenommen, erklärt Krause. Von der Erkrankung Reichholds wisse man nur aus Medienberichten.

Erste Frage

Zumindest am ersten Termin der TV-Konfrontationen sollte sich so weit nichts mehr ändern. Dienstagabend Schlag 22.30 Uhr sitzen einander Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Grünen-Chef Alexander Van der Bellen gegenüber, in ihrer Mitte der kurzzeitig abtrünnige Sportchef Elmar Oberhauser.

Am deutschen Vorbild der TV-Duelle zwischen Gerhard Schröder und Edmund Stoiber will man sich freilich nicht orientieren. Spickzettel (auch Taferln) sind erlaubt, Augenkontakt unvermeidlich. An wen Oberhauser die erste Frage richten wird, bleibt so offen wie unbesprochen. Der bei Stoiber – Schröder viel diskutierte "Münzwurf" ist jedenfalls kein Thema. Auch auf die Einhaltung der Redezeit achtet nur Oberhauser und nicht wie in Deutschland eine unerbittliche Uhr mit Signallicht bei Überschreitung.

Ins mediale Wahlgetümmel wirft sich auch der Wiener Kabelsender ATV. 25 Minuten lang befragt Chefredakteur Hans Besenböck Spitzenkandidaten der vier Parteien. (Doris Priesching/DER STANDARD, Printausgabe vom 29.10.2002)

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    grafik: der standard

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