Oliver Kahn kommt billig davon

31. Oktober 2002, 13:25
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10.000 Euro Strafe für Disco-Ausflug - "Maßlos enttäuscht" nach Bayern-Out

München - Oliver Kahn hat für seinen Disco-Ausflug 10.000 Euro Geldstrafe bezahlen müssen und sich erstmals ausführlich gegen die öffentliche Kritik an seinen Freizeitaktivitäten verteidigt. "Es waren 10.000 Euro, nicht 50.000, wie einige wissen wollten. Der Trainer hat seine Prinzipien und die hat er durchgesetzt, deshalb akzeptiere ich das", sagte der Kapitän des FC Bayern München in einem Interview der Fußball-Fachzeitschrift "kicker" (Donnerstag-Ausgabe). Schon früher war der als Musterprofi bekannte Nationaltorhüter "auch mal unterwegs" gewesen. Kahn: "Ich bin doch nicht der Papst."

"Für nichts rechtfertigen"

Kahn räumte ein, dass der Zeitpunkt seines Disco-Besuchs am vergangenen Wochenende in Karlsruhe ungünstig gewesen sei. Seiner Ansicht nach hat er mit dem Ausflug aber weder seiner Gesundheit, noch dem FC Bayern geschadet. "Da ich keiner bin, der mit zwei Promille aus der Disco taumelt, und da ich mein nächstes Spiel erst neun Tage später hatte, muss ich mich für nichts rechtfertigen."

"Maßlos enttäuscht"

Der Kapitän, der wegen eines Muskelfaserrisses beim Champions- League-Spiel bei Deportivo La Coruna nicht dabei war, ist "maßlos enttäuscht" über das Ausscheiden der Bayern aus dem Europacup. Über etwaige Krisenerscheinungen bei den Bayern sagte er: "Ich gehe davon aus, dass die Verantwortlichen wissen, dass sich die Mannschaft in einer Umbruchphase befindet, in der es, wie man sieht, zu schmerzlichen Prozessen kommen kann."

"Es geht nicht mehr um den Sport"

Kahn, der am Sonntag im Bundesliga-Spiel bei Werder Bremen sein Comeback geben will, klagte angesichts der Golf- und Disco-"Affäre" über unseriöse Berichterstattung und den Verlust seiner Privatsphäre: "Es geht bei mir immer weniger um das Wesentliche, nämlich um den Sport. Vielmehr wird immer mehr versucht, in mein Privatleben einzudringen."(APA/dpa)

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    Der King, brüllend

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