Kärntner Heimatverbände protestieren gegen Partisanen-Denkmal

28. Oktober 2002, 15:43
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"Arge antiösterreichische Provokation" - Für Kärntner Slowenen "viel Lärm um nichts"

Klagenfurt - Die Kärntner Heimatverbände protestieren gegen die Errichtung eines Partisanen-Denkmales, welches am kommenden Donnerstag (31. Oktober) auf dem Friedhof in Ferlach (Bezirk Klagenfurt-Land) enthüllt wird. "Das ist eine ungeheure Provokation", stellten dazu Heimatdienst und Abwehrkämpferbund am Montag fest.

Schärfstens verurteilt wird von den beiden Organisationen auch, dass "die Kärntner Slowenenvertreter für die grauenhaften Nachkriegsverbrechen der Titopartisanen, denen auch viele am Naziterror schuldlose Kärntner Zivilpersonen zum Opfer gefallen sind, kein Wort des Bedauerns findet". Vielmehr werde dessen ungeachtet "an der Tradition einer kritiklosen Heroisierung des titokommunistischen Partisanenkampfes" festgehalten.

"Provokation"

An die im Kärntner Landtag vertretenen Parteien appellieren Heimatdienst und Abwehrkämpferbund, die Errichtung des Partisanen-Denkmals in Ferlach als "arge antiösterreichische Provokation" einmütig und scharf zu verurteilen.

"Viel Lärm um nichts - wie meistens bei Heimatdienst und Abwehrkämpferbund", stellte dazu der Vorsitzende des Zentralverbandes slowenischer Organisationen, Marjan Sturm, fest. Denn am bererts seit Jahrzehnten bestehenden Denkmal für Widerstandskämpfer werde lediglich der Satz "Auch für das österreichische Bataillon" angebracht. "Dies geschieht im Rahmen des traditionellen Totengedenkens des Partisanenverbandes zu Allerheiligen", fügte Sturm hinzu. (APA)

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