Das "würde ich mir nicht mehr antun wollen"

28. Oktober 2002, 15:14
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Bernd Weikl winkt ab: "Ich weiß nicht, warum ich da gehandelt werde"

Wien - "Ich weiß nicht, warum ich da gehandelt werde. Ich würde mir das auf keinen Fall mehr antun wollen. Nicht einmal, wenn ich offiziell gefragt würde." Mit diesen Worten nahm sich heute, Montag, Nachmittag Kammersänger Bernd Weikl aus dem Rennen um den Volksopern-Direktors-Posten, in das ihn andere geschickt hatten. "Die jetzige Situation der Volksoper ist so schwierig, und mit 60 will ich mich nicht mehr ständig ärgern."

"Ich habe andere Interessen"

Der in Wien geborene Sänger, Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper, war zuletzt als ein möglicher Kandidat für die Mentha-Nachfolge gehandelt worden. "Ich habe andere Interessen", versichert er nun, "ich bin wissenschaftlich tätig, schreibe Bücher und gehe segeln und schwimmen - und auch zum Heurigen. Die Volksoper wäre ein 24-Stunden-Job, und wenn man wie ich nach einer so langen und intensiven Karriere noch etwas vom Leben haben will, dann wäre das sicher nicht das Richtige."

Der Volksoper wünscht Weikl, dem am 6. November das "Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien" verliehen wird, im übrigen einen Direktor, "der den Überblick hat und das Publikum noch liebt." (APA)

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