Erste verbessert AUA-Erwartungen

28. Oktober 2002, 14:02
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Doch weiter "underperform" - Erwarteter Verlust je Aktie 2002 deutlich geringer

Wien - Die Erste Bank hat ihre Ergebnisprognosen für die Austrian Airlines-Gruppe verbessert, belässt die AUA-Aktie aber unverändert auf der Einschätzung "underperform". Trotz verbesserter Ergebniserwartungen für 2002 bleiben nämlich die Risken steigender Treibstoffkosten, zunehmender Konkurrenz durch Billigfluggesellschaften sowie die "Achillesferse" der hohen Verschuldung bestehen, meint Erste-Analyst Amir-Ali Ameri in seiner überarbeiteten AUA-Analyse.

In der vergangenen Woche hatte die AUA ihre Schätzung für den Betriebserfolg EBIT im laufenden Jahr von bisher 24 auf 35 bis 40 Mill. Euro erhöht. Begründet wurde dieser Schritt mit "überraschend starken" Verkehrsergebnissen der AUA-Gruppe, Marktanteilszuwächsen und einer zufrieden stellenden Buchungslage.

Schätzungen angehoben

In der Folge hat die Erste Bank ihre Schätzungen beim Gewinn je Aktie (EPS/earnings per share) angehoben: Der für 2002 erwartete Verlust je Aktie dürfte mit -0,48 Euro nur halb so hoch ausfallen wie bisher erwartet (-0,96 Euro). Für 2003 wurde das EPS auf 1,60 (bisher 0,60) revidiert, für 2004 auf 3,72 (2,65) Euro.

Für das Gesamtjahr rechnet die Erste Bank mit einem EBIT von 36 (2001: -88,9) Mill. Euro, das EBITDAR wird bei 326,7 (135,8) Mill. Euro gesehen, der Jahresfehlbetrag sollte sich auf -16,3 (-166) Mill. Euro verringern. Den Umsatz sieht Ameri heuer bei 2,284 (2001: 2,096) Mrd. Euro, 2003 bei 2,435 Mrd. Euro.

Umstrukturierungsprogramm zeigt Ergebnisse

Das Umstrukturierungsprogramm bei der AUA zeige Ergebnisse, die Stellung am Markt konnte ausgeweitet werden, hält die Erste Bank fest. Zudem habe die AUA-Gruppe von den Insolvenzen von Swissair und Sabena mit Marktanteilsgewinnen auf den Strecken nach Brüssel und Zürich profitiert.

Angesichts der hohen Schulden, die in diesem Jahr kaum abgebaut werden dürften, sei der bestehende Abschlag von rund 30 Prozent durchaus gerechtfertigt, sagte Ameri zur APA. Ein Kursziel für die AUA-Aktie - die heute mit 7,60 Euro 4,7 Prozent im Plus liegt - nennt er aber nicht. Die Kerosinkosten dürften im Gesamtjahr auf mehr als 200 Mill. Euro anwachsen.(APA)

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