Goncourt-Literaturpreis an Pascal Quignard

28. Oktober 2002, 13:50
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Für seine Fragmenten-Sammlung "Les ombres errantes"

Paris - Der begehrteste französische Literaturpreis, der "Prix Goncourt", geht in diesem Jahr an Pascal Quignard. Die Auszeichnung wurde Quignard für seine Fragmenten-Sammlung "Les ombres errantes" (etwa: "Unstete Schatten") verliehen, wie die Jury am Montag in Paris bekannt gab. Das Buch ist der erste Teil einer Trilogie mit dem Obertitel "Dernier Royaume" ("Letztes Königreich"). Die Entscheidung über die Vergabe des Goncourt-Preises wurde von einer Literaten-Jury unter Vorsitz der 82-jährigen Edmonde Charles-Roux nach drei Wahlgängen getroffen.

Symbolisches Preisgeld

Der Goncourt-Preis ist lediglich mit einer symbolischen Summe dotiert, garantiert dem Gewinner aber in aller Regel einen großen Verkaufserfolg. Im vergangenen Jahr war der Preis an Jean-Christophe Rufin für seinen Roman "Rouge Bresil" gegangen, von dem dann 500.000 Exemplare verkauft wurden. Zu den bekanntesten früheren Preisträgern gehören Marguerite Duras, Michel Tournier, Andre Malraux und Marcel Proust. (APA)

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