Siemens gewinnt 27 Millionen Euro Auftrag in Armenien

28. Oktober 2002, 13:50
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ArmenTel investiert 130 Millionen Euro in Modernisierung des Netzes

Siemens IC Networks und die armenische Telefongesellschaft (ArmenTel) haben einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Vermittlungstechnik in der Höhe von 27 Mio. Euro abgeschlossen. Der Auftrag beinhaltet die Lieferung, den Aufbau und die Inbetriebnahme der EWSD-Systeme und die Installation von Software in bereits bestehende Netzteile. "Wir wollen Marktführer in der Region Kaukasus werden. Die Zusammenarbeit mit Siemens schafft die besten Voraussetzungen", so Nikolaos Georgoulas, CEO von ArmenTel, in einer Aussendung.

In 110 Ländern

Siemens beliefert mit EWSD, einem digitalen Vermittlungssystem, laut eigenen Angaben rund 350 Festnetzbetreiber in 110 Ländern. Mit über 265 Mio. vermittelten Leitungen ist das Unternehmen damit führender Lieferant für Carrier weltweit. In Verbindung mit SURPASS- Technik und -Produkten unterstützt EWSD auch die Entwicklung zum Next Generation Network (NGN). Der nun unterzeichnete Kooperationsvertrag mit der ArmenTel hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Armenia Telephone Company Joint Venture

Die Armenia Telephone Company Joint Venture, auch als ArmenTel bezeichnet, wurde 1995 zu 51 Prozent vom Ministerium für Telekommunikation der Republik Armenien und zu 49 Prozent von der Trans-World Telecom USA gegründet. Ziel ist und war der Ausbau des armenischen Fernmeldenetzes. 1998 wurde das Unternehmen der Privatisierung unterzogen. Die OTE (Hellenic Telecommunications Organisation SA) erwarb damals 90 Prozent der Aktien, die restlichen 10 Prozent blieben in staatlicher Hand. Zwischen 1998 und 2001 investierte ArmenTel rund 120 Mio. Dollar in die Modernisierung des Netzes. Für die nächsten vier Jahre rechnet das Unternehmen mit rund 130 Mio. Dollar an Zusatzinvestitionen. (pte)

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