Wanderausstellung zum Wiener U-Bahn-Ausbau

28. Oktober 2002, 13:24
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3D-Animationfilm zeigt Fahrt auf der neuen U1-Teilstrecke

Wien - Im Zwischengeschoß der U1-Station Stephansplatz ist seit Montag die Zukunft des Wiener U-Bahn-Netzes zu sehen. Vizebürgermeister Sepp Rieder (SP) und Günther Grois, Chef der Wiener Linien, eröffneten anlässlich des Ausbaus der Linien U1 und U2 eine Wanderausstellung. Titel der Schau: "Wir bauen die Stadt von morgen - das U-Bahnnetz wächst weiter".

Ein Animationsfilm, dessen Techno-Rhythmen sowohl die beiden Verkehrsexperten als auch die vorbeiziehenden Massen in seinen Bann zogen, lässt den Betrachter virtuell die neue U1-Strecke Kagran - Leopoldau abfahren. Die Ausstellung ist noch bis 3. Dezember 2002 in der Station Stephansplatz zu sehen und wird dann in die Stationen Neubaugasse, Karlsplatz (20. Dezember 2002), Westbahnhof (dritten Februar 2003) und Praterstern (bis dritten März 2003) verlegt.

Netz wird auf 75 Kilometer ausgebaut

Großformatige Tafeln erklären unter anderem die einzelnen Bauphasen des U-Bahn-Baus und die Funktion von U-Bahn-Ombudsmänner: Für den Bau jeder Station steht der Bevölkerung eine Person für Führungen, Wünsche, Anregungen und Beschwerden parat.

Während der aktuellen dritten Ausbauphase (2000-2009) soll das 61 Kilometer umfassende Wiener U-Bahnnetz auf 75 Kilometer ausgedehnt werden. Die Eröffnung der neuen U1-Teilstrecke ist für den zweiten September 2006 geplant und führt mit den Stationen Kagraner Platz, Rennbahnweg, Aderklaaer Straße, Großfeldsiedlung und Leopoldau fünfzehn Kilometer durch "Transdanubien". 16 Minuten wird ein Silberpfeil von der Großfeldsiedlung in die City benötigen. Spektakuläre Photos der Schau zeigen den Einsatz von Tauchern, die für den Bau der Station Großfeldsiedlung vier Meter unter dem Grundwasserspiegel arbeiten.

Aublick in die Zukunft

Die U2 soll Mitte 2008 das Ernst-Happel-Stadion erreichen und - nach einer zweiten Bauphase - im Folgejahr die Aspernstraße anfahren. Elf neue Stationen erreicht die "lila" U-Bahn dann: Taborstraße, Praterstern, Messe, Trabrennstraße, Stadion, Donaustadtbrücke, Seestern, Stadlau, Hardeggasse, Donauspital und Aspernstraße. Mitte 2003 fällt der Spatenstich für den Streckenabschnitt Schottenring - Stadion.

Die Ausstellung gewährt auch Blicke in die ferne Zukunft: Im Jahr 2020 sehen Stadtplaner und Wiener Linien die U1 bis nach Rothneusiedl fahren. Die U6 soll bis nach Stammersdorf verlängert, die U2 an beiden Enden Richtung Pfalzgasse und Wienerberg erweitert werden. Eine neue U5 würde vom Rathaus nach Hernals und vom Karlsplatz zum Arsenal führen. (APA)

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