David gegen Goliath

28. Oktober 2002, 18:50
posten

Internetprovider Inode klagt Telekom Austria

Wien - Der heimische Internetanbieter Inode übt heftige Kritik an Marktführer Telekom Austria, der den Ausbau der Telekominfrastruktur in Österreich behindere, erklärten die Inode-Geschäftsführer Peter Augustin und Michael Gredenberg. Inode will nunmehr gegen die TA vor Gericht ziehen.

Die Kritik von Inode bezieht sich vor allem auf den Bereich der Entbündelung, der es alternativen Anbietern erlauben soll, über die letzte Leitungsmeile zwischen Wählamt und Endkunden verfügen zu können. Dieser Anschluss ist derzeit fast immer im Besitz der Telekom Austria, soll aber im Zuge der Deregulierung an Mitbewerber angetreten werden. Dies würde die TA behindern, behauptet Inode. Bisher habe man erst 2000 Kunden in 30 Wählämtern entbündeln können, obwohl Inode ein größeres Potenzial für sein Geschäft sieht. Insgesamt nennt Inode 18.500 Kunden, davon 70 Prozent im Geschäftsbereich, 30.000 im Privatbereich.

Breitbandwünsche

Besondere Bedeutung hat die Entbündelung für den Betrieb von schnellen ADSL-Leitungen für Breitbandzugang zum Internet, da bei entbündelten Leitungen die Grundkosten für den Festnetzanschluss bei der Telekom Austria entfallen. (APA)

Share if you care.