Vorarlbergs Kinder malen den Frieden

28. Oktober 2002, 12:52
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18 Kinder wirkten am österreichischen Beitrag zum internationalen Kunstprojekt "Kid's Guernica" mit

Bregenz - Leben die Menschen in Frieden, dann tanzen Pferdchen, dann fliegen Engel: 18 Mädchen und Buben der Vorarlberger Kinderdörfer haben den Frieden gemalt.

Auf 3,5 mal 7,8 Meter Leinwand zeigen sie ihre Sicht der Welt. Das großformatige Gemälde wurde im Rahmen des Symposiums "Kindheit und Trauma III" erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Vorarlberger Aktion ist Teil des weltweiten Kunst-, Friedens- und Ausstellungsprojektes "Kid's Guernica". 1995, genau 50 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges, wurde es initiiert, über 10.000 Kinder aus 23 Nationen haben sich beteiligt. Die Ausstellung, die nächstes Jahr nach Vorarlberg kommen wird, umfasst rund 60 Bilder.

Die Bilder sind so groß wie Picassos "Guernica". "Kid's Guernica" erzählt von einer Welt der Hoffnung, aber auch des Schreckens. Je nach Lebenssituation, in der sich die Kinder befinden.

Der Entstehungsprozess des ersten österreichischen Ausstellungsbeitrages war für die acht- bis zwölfjährigen Mädchen und Buben wie auch für die drei begleitenden Erwachsenen eine Herausforderung: Die Kinder kannten einander nicht, auch die beiden Künstlerinnen Cecilia Falk und Rita Moosbrugger waren ihnen fremd. Der Kennenlernprozess aus Sicht der Kinder: "Zuerst war ein Wirbel, dann haben wir diskutiert, und dann ist es gegangen."

Initiatorin Carmen Feuchtner, Geschäftsführerin des Vereins Welt der Kinder: "Kinder können von ihrer Welt erzählen und diese Botschaft hinaustragen." (jub/DER STANDARD, Printausgabe, 28.10.2002)

  • Zwölf TeilnehmerInnen zwischen der Grundschule in Cibiana, Italien malten 2001 dieses Bild.
    foto: kidsguernica.net

    Zwölf TeilnehmerInnen zwischen der Grundschule in Cibiana, Italien malten 2001 dieses Bild.

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