EchoStar will Hughes-Kauf mit Abgabe von Frequenzen retten

28. Oktober 2002, 11:57
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Neuer Vorschlag nach erster Ablehnung des Deals durch US-Aufsicht

Die amerikanische Satelliten-TV-Firma EchoStar Communications hat sich auf vorläufiger Basis bereit erklärt, Frequenzen und Satelliten abzugeben, um den geplanten Kauf von DirecTV doch noch zu retten. Dies hat die "New York Times" am Montag in ihrer Online-Ausgabe berichtet. Dutzenden Kommunikations- Frequenzen und drei Satelliten sollten an die US-Kabelfernsehgesellschaft Cablevision gehen.

DirecTV gehört der Hughes Electronics, einer General-Motors-Tochter. EchoStar will Hughes für 25,8 Milliarden Dollar (26,4 Milliarden Euro) kaufen. DirecTV ist der größte und und das Dish Network von EchoStar der zweitgrößte amerikanische Satelliten-TV-Anbieter. Zusammen hätten die beiden Firmen 18,8 Millionen Kunden.

Transaktion abgelehnt

Die für den Fernsehsektor zuständige US-Aufsichtsbehörde FCC hatte die Transaktion am 10. Oktober in scharfer Form abgelehnt. Sie hatte den beiden Firmen 30 Tage Zeit gegeben, neue Vorschläge einzureichen, die den weit reichenden FCC-Wettbewerbsbedenken Rechnung tragen. Der geplante Hughes-Kauf wird auch von der Kartellabteilung des US- Justizministeriums geprüft.

Cablevision will ebenfalls ein Satelliten-TV-System einrichten. Die siebtgrößte US-Kabelfernsehfirma soll von EchoStar nach Angaben der Zeitung 51 Satelliten-Frequenzen erhalten, wahrscheinlich kostenlos. Cablevision habe bereits elf Frequenzen.

62 Frequenzen seien ausreichend, um einen robusten Service anzubieten. EchoStar habe sich außerdem auf vorläufiger Basis bereit erklärt, seinen EchoStar-3-Satelliten an Cablevision zu verkaufen und zwei andere Satelliten an das Unternehmen zu verleasen. (APA/dpa)

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