Jugoslawische Führung befasst sich mit Irak-Waffenaffäre

29. Oktober 2002, 11:20
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Belgrad will internationale Verpflichtungen voll achten

Belgrad - Die jugoslawische Staatsspitze hat sich bei einem Treffen am Montagabend mit der jüngsten Irak-Waffenaffäre befasst. Laut Medienberichten war das Treffen der hohen Politiker den bisher getroffenen Maßnahmen zur Feststellung der Tatsachen im Zusammenhang mit den Geschäftspraktiken der Belgrader Firma Jugoimport gewidmet. Die Belgrader Firma war zusammen mit der bosnisch-serbischen Militärfabrik Orao (Adler) in Geschäfte mit dem Irak verwickelt worden.

Jugoslawien sei entschlossen, seine internationale Verpflichtungen voll zu achten, heißt es in einer Aussendung vom nächtlichen Treffen höchster jugoslawischer und serbischer Amtsträger im Kabinett des jugoslawischen Präsidenten Vojislav Kostunica.

Die jugoslawische Staatsfirma Jugoimport hatte trotz eines UNO-Waffenembargos von "Orao" hergestellte Ersatzteile für Kampfflugzeuge vom Typ MiG-21 an den Irak verkauft. (APA)

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