Deutsche Wirtschaft startet Elite-Uni

28. Oktober 2002, 10:14
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Jedes Jahr sollen 200 bis 300 Nachwuchsmanager das "deutsche Harvard" verlassen

Berlin - Aus der Wirkungsstätte des ehemaligen DDR-Staats- und Parteichefs Erich Honecker soll eine Kaderschmiede der deutschen Wirtschaft werden. Im früheren Staatsratsgebäude, zwischenzeitlich auch Sitz des Bundeskanzleramtes, wird in dieser Woche die European School of Management and Technology (ESMT) aus der Taufe gehoben.

Bei der Gründungsveranstaltung am Donnerstag wird vertreten sein, was in der Geschäftswelt Rang und Namen hat: DaimlerChrysler-Boss Jürgen Schrempp ebenso wie Allianz-Chef Henning Schulte-Noelle oder der Vorstandsvorsitzende des Energieriesen E.ON, Ulrich Hartmann. Insgesamt sind zwei Dutzend Konzernchefs dabei. Für die Politik ist beim Festakt ebenfalls die Top-Prominenz anwesend, allen voran der deutsche Bundespräsident Johannes Rau.

Lehrbetrieb beginnt 2004

Erst 2004 soll der Lehrbetrieb beginnen. Die ersten Management-Seminare laufen aber schon früher an - fernab von Berlin, in der Außenstelle der Schule auf dem Gelände des früheren Flughafens München-Riem. Später sollen Jahr für Jahr 200 bis 300 Nachwuchsmanager das "deutsche Harvard" mit akademischen Abschluss verlassen. Master oder Executive Master of Business Administration (MBA oder EMBA) dürfen sie sich dann nennen.(APA/dpa)

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