Wirrwarr um die Förderung

28. Oktober 2002, 08:43
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Wie eine Kärntner Familie rauft

Oberkärnten - Hermann (37) und Irmgard (36) Millonig aus Oberkärnten haben sich sehr auf ihre Mietwohnung gefreut. Endlich Platz für ihre beiden kleinen Kinder. Die früher berufstätige Mutter bezog für ihr Töchterchen Kindergeld - der Sondernotstand wird abgezogen - und für beide Kinder Familienförderung. Da flattert der Jungfamilie Ende des Vorjahres plötzlich ein Schreiben der Landesregierung ins Haus. Sie soll 1918 Euro Familienförderung rückerstatten. Zahlbar innerhalb eines Monats per Erlagschein. Das Paar ist verzweifelt, denn das Geld ist ja bereits ausgegeben. Dass in der Zwischenzeit die Familienzuschuss-richtlinien mehrmals geändert und die Haushaltseinkommensgrenzen deutlich heruntergesetzt wurden, davon haben die Millonigs nie erfahren: "Das ist ja chaotisch." Bei den Recherchen stellt sich heraus, dass sich die Familienabteilung geirrt hat: Die Familie muss gar nichts zurückzahlen. Ihr steht eine Nachzahlung von 1526 Euro zu. (stein/DER STANDARD, Printausgabe 28.10.2002)
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