339 Geiselopfer aus Krankenhaus entlassen

28. Oktober 2002, 08:30
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405 Verletzte weiter im Krankenhaus - Nationaler Trauertag in Rußland

Moskau - Von den hunderten bei der Befreiungsaktion vergifteten Moskauer Geiseln sind mittlerweile 339 aus dem Krankenhaus entlassen worden. 405 Menschen müssten weiter stationär behandelt werden, meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Montag unter Berufung auf Ärzte. Auf den Intensivstationen liegen demnach noch immer 145 Verletzte, 45 von ihnen seien in kritischem Zustand. Durch die gewaltsame Befreiungsaktion am Samstagfrüh starben bisher 115 Geiseln an dem eingesetzten Gas. Unter den Opfern ist auch die 43-jährige Österreicherin Emilia Predova-Uzunov.

Russland gedenkt am Montag in einem nationalen Trauertag der getöteten Geiseln. Im ganzen Land wurden die Flaggen auf halbmast gesetzt. Radio- und Fernsehstationen sagten alle Unterhaltungsprogramme ab. Vor demvon der Polizei mit Hilfe von Betäubungsgas gestürmten Musical-Theater legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. In den Schulen sollte der Unterricht mit einer Schweigeminute beginnen.

Nach fast drei Tagen ergebnisloser Verhandlungen hatten Spezialeinheiten das Musical- Theater an der Dubrowka gestürmt und mehr als 750 Menschen befreit. Dabei waren 50 der tschetschenischen Terroristen getötet worden. (APA/dpa)

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