Glawischnig zur Causa Finz: "Hump-Dump-Manier"

28. Oktober 2002, 12:38
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Genauso Kritik von Prammer: "Frauenverachtende Aussage" von Staatssekretär Finz erleichtere Wählerinnen die Wahlentscheidung

Wien - VP-Wien Landesparteiobmann Alfred Finz betont am Montag neuerlich, dass die im Profil zitierte Aussage nicht in dieser Form gefallen ist. Ich habe gesagt: "Jede Stimme ist wichtig, insbesondere die der Frauen." Finz weiter: "Jeder, der mich kennt, weiß, wie wichtig mir Frauen in der politischen Zusammenarbeit sind. Deshalb sind drei meiner vier Stellvertreter weiblich. Auch vier der ersten acht Wiener Spitzenkandidaten zur Nationalratswahl sind Frauen. Noch nie stellte die VP-Wien so viele Kandidatinnen an wählbare Positionen", so Finz abschließend.

Auch wenn's die Stimme einer Frau ist

Angeblich hatte Finz bei einer Wahlwerbetour, bei der er einer Frau seine Werbekarte überreichte, gegenüber seinem Regierungs- und Parteikollegen Morak gemeint: "Jede Stimme ist wichtig, auch wenn's die einer Frau ist."

Kritik von Prammer und Glawischnig

Kritik an seiner Ausage kam vor allem von der SPÖ und den Grünen. SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer bezeichnete die geschilderte Äußerung als "bodenlos skandalös" und "entlarvend bezüglich des wahren Sittenbilds der ÖVP". Sie fordert Finz auf, die Konsequenzen zu ziehen und zurückzutreten und den ÖVP-Vorsitzenden, sich für diese Entgleisung eines Regierungsmitglieds und Chef der Wiener Landespartei bei den österreichischen Wählerinnen zu entschuldigen.

Auch die Spitzenkandidatin der Wiener Grünen, Eva Glawischnig kritisierte am Montag die "frauenverachtende Aussage" Finz's. "Deutlicher hätte Finz nicht klarmachen können, welches Frauenbild die ÖVP hat", meinte sie in einer Aussendung. Außerdem wolle sich Finz jetzt, anstatt sich bei den Wählerinnen zu entschuldigen, in "Hump-Dump-Manier herausreden". (red)

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    Finz: "Jeder, der mich kennt, weiß, wie wichtig mir Frauen in der politischen Zusammenarbeit sind".
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