Software-Firma soll Klage gegen Reuters vorbereiten

29. Oktober 2002, 08:48
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Laut Medienberichten soll sich die Agentur in Schweden illegal Informationen beschafft haben

Die britische Nachrichtenagentur Reuters soll einem Zeitungsbericht zufolge illegal Informationen über eine schwedische Software-Firma beschafft haben.

Computersystem angezapft

Das Unternehmen Intentia bereite derzeit eine Klage gegen die Agentur vor, weil diese das betriebliche Computersystem angezapft habe, berichtete die Zeitung "Dagens Nyheter" am Sonntag in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf Firmenchef Björn Algkvist. Bei Nachforschungen über eine mögliche "undichte Quelle" innerhalb der Firma habe sich herausgestellt, dass jemand illegal in das System eingedrungen sei. Die von dem "Piraten" hinterlassene Spur deute daraufhin, dass der Eingriff von einem Reuters-Computer erfolgt sei.

Firmenergebnisse zu früh veröffentlicht

Die mutmaßlich illegalen Methoden waren dem Bericht zufolge aufgeflogen, nachdem Reuters am Donnerstag im voraus die trimestriellen Firmenergebnisse veröffentlichte. Daraufhin sei Intentia gezwungen gewesen, die Resultate eine halbe Stunde später bekanntzugeben.(APA/AFP)

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