Drei Tote bei Selbstmordanschlag im Westjordanland

27. Oktober 2002, 15:22
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Verletzter Attentäter sprengte sich neben Bus in die Luft

Jerusalem - Bei einem Selbstmordanschlag auf eine jüdische Siedlung im Westjordanland sind drei Menschen getötet und etwa 30 weitere verletzt worden. Nach Polizeiangaben sprengte sich ein Palästinenser am Sonntag an einer Tankstelle am Rande der Siedlung Ariel zwischen Nablus und Ramallah in die Luft und riss zwei Menschen mit in den Tod. Israel machte die Autonomiebehörde für das Attentat verantwortlich, zu dem sich der bewaffnete Arm der Fatah-Organisation von PLO-Chef Yasser Arafat bekannte. Kurze Zeit später wurden bei einem Armee-Angriff in Nablus mindestens zwei bewaffnete Palästinenser getötet. Im Streit um das Sparbudget drohte Israels Arbeiterpartei unterdessen mit dem Ende der Koalition.

Der palästinensische Attentäter sprengte sich nach Angaben von Augenzeugen neben einem Autobus in die Luft, in dem sich zahlreiche Soldaten befanden. Wie Bürgermeister Ron Nahman im Rundfunk sagte, schoss ein Soldat auf den Mann, der ihm verdächtig schien. Der Palästinenser wurde zwar verletzt, konnte aber seinen Sprengstoffgürtel zünden. Dabei kamen er selbst sowie zwei Israelis ums Leben. Die meisten der rund 30 Verletzten seien Soldaten. In der Nähe der Tankstelle befinden sich ein Restaurant und ein Einkaufszentrum. Ein anonymer Anrufer bei der Nachrichtenagentur AFP übernahm im Namen der El-Aksa-Brigaden, dem bewaffneten Arm der Fatah, die Verantwortung für das Attentat. (APA)

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