Experten raten zur Hepatitis B-Impfung für Babies

27. Oktober 2002, 19:00
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Keineswegs nur "Sexualkrankheit" - hohe Gefahr einer chronischen Infektion

Marburg - Wegen der hohen Gefahr einer chronischen Infektion sollten schon Säuglinge gegen Hepatitis B geimpft werden. Der Anteil der chronischen Krankheiten, die später zu Leberzirrhose und Leberkrebs führen können, liegt im Säuglingsalter bei 90 Prozent, wie das Deutsche Grüne Kreuz in Marburg mitteilte. Bei Jugendlichen und Erwachsenen liegt der Anteil bei zehn Prozent.

Die Krankheit werde meist als "Sexualkrankheit" betrachtet, könne aber auch bei der Geburt, über Blut, Schweiß und Tränen übertragen werden. Hepatitis B sei 100 Mal ansteckender als das Aids-Virus. Schon ein Tropfen verseuchtes Blut in einer Badewanne könne genügen, um sich anzustecken. (APA/AP)

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