Ein Toter bei Orkan in Deutschland

26. Oktober 2002, 17:16
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150 km/h auf der Zugspitze

Offenbach/Hamburg - Ein Orkan ist am Samstag über weite Teile Deutschlands hinweggefegt und hat besonders in Bayern und im hohen Norden für zum Teil schwere Schäden gesorgt. Bei einem heftigen Unwetter in Schleswig-Holstein wurde ein 56-jähriger Landwirt vom Blitz erschlagen. Windböen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern in der Stunde entwurzelten besonders in Süddeutschland viele Bäume, deckten Dächer ab und rissen Plakattafeln um. Für Sonntag werden weitere Stürme erwartet.

Die stärksten Böen wurden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf der 2.964 Meter hohen Zugspitze gemessen. Dort jagte der Sturm mit bis zu 150 Kilometern pro Stunde über Deutschlands höchsten Berg. Mit weiteren Unwettern muss am Sonntag und Montag gerechnet werden, sagen die Meteorologen. In Nordrhein-Westfalen können die angekündigten Stürme bereits am Sonntagmittag einsetzen, warnte am Samstag der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Essen.

In Würzburg rissen in der Nacht zum Samstag heftige Böen die Turmspitze der barocken Neumünster Kirche weg. Die Trümmer bohrten sich in das Kirchendach. Das Innere des Gotteshauses blieb unbeschädigt, sagte ein Sprecher der Stadt. "Auch göttlicher Schutz konnte offenbar nicht verhindern, dass die Kirchturmspitze weggerissen wurde", kommentierte der Stadtsprecher den Vorfall. Verletzt worden sei niemand. (APA/dpa)

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