Palästinensische Führung verurteilt Israels Einmarsch in Jenin

26. Oktober 2002, 14:31
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Mutmaßliche Kollaborateurin in Nablus hingerichtet

Gaza - Die palästinensische Führung hat den erneuten Einmarsch der israelischen Armee in die autonome Stadt Jenin im Westjordanland scharf kritisiert. Die "Offensive" auf die Stadt und das nahegelegene Flüchtlingslager zeige, dass die israelische Regierung keinen Friedensplan annehmen werde, gleich ob er von "internationaler, amerikanischer oder europäischer" Seite komme, hieß es am Freitag in einer von der amtlichen palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA verbreiteten Erklärung. Eine militärische Lösung werde allerdings weder für die Sicherheit der Israelis sorgen noch "den Widerstand der palästinensischen Bevölkerung" brechen, betonte die Palästinenserführung darin weiter.

Unterdessen wurde in Nablus im nördlichen Westjordanland eine mutmaßliche palästinensische Kollaborateurin hingerichtet. Die 39-Jährige sei von bewaffneten Palästinensern durch die Straßen geschleift und durch Schüsse getötet worden, berichteten Augenzeugen. Zu der Hinrichtung bekannten sich die der Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Yasser Arafat nahestehenden El-Aksa-Brigaden sowie die El-Auda-Brigaden. (APA)

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