Firma nutzt Taktik der "Internetwürmer"

26. Oktober 2002, 18:33
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Grußkarte verschickt sich an alle Einträge im Outlook-Adressbuch

Computersicherheitsunternehmen berichten von einem Pseudo-Wurm. Das Internetunternehmen FriendGreeting benutzt für die Verbreitung seiner E-Card Taktiken, wie sie auch von einem Wurm angewendet werden. Zwar werden die Grußkarten nur mit der Zustimmung des Benutzers weiterversendet, für viele Empfänger sind die Nachrichten allerdings ein Ärgernis. Gleichzeitig wird damit eine Flut von E-Mails erzeugt, die vor allem Bandbreite belegt. Die Hersteller von Sicherheitssoftware wie Sophos und McAfee haben die E-Cards in ihre Virendateien aufgenommen.

Um Erlaubnis wird gefragt

Wenn ein Benutzer dem in den Grußkarten eingebetteten Link folgen, kommen sie auf die Homepage von FriendGreetings. Dort werden sie aufgefordert, ein ActiveX-Control zu installieren. Dabei erscheint ein umfassendes "End User License Agreement" (EULA) auf dem Bildschirm. Dieses weist den Benutzer ausdrücklich darauf hin, dass er damit die Erlaubnis erteilt, die Nachricht an alle Kontakte im Outlook-Adressbuch weiterzusenden.

Ärgernis

"Natürlich ist es die Entscheidung des Benutzers, ob er das Programm ablaufen lässt. Aber Benutzer sollten sehr sorgfältig jede Vereinbarung durchlesen, bevor sie ein Programm installieren", erklärte dazu Graham Cluley, Senior Technology Consultant für Sophos Anti-Virus. "Diese Anwendung kann als Ärgernis angesehen werden, wegen der großen Menge an E-Mails, die damit erzeugt werden können." (pte)

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    bild: derstandard.at
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