Einer der reichsten Briten muss zehn Jahre ins Gefängnis

25. Oktober 2002, 19:44
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Großbritanniens Immobiliengeschäft ist lukrativ und die Arbeitsmethoden sind manchmal roh...

London - Der Geschäftsmann Nicholas van Hoogstraten (57), einer der reichsten Männer Großbritanniens, ist wegen Totschlags zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Das Gericht in London sah es als erwiesen an, dass Van Hoogstraten zwei Männer angeheuert hatte, um einem unliebsamen Konkurrenten im Immobiliengeschäft "Schaden zuzufügen und ihn einzuschüchtern".

Nicht nachgewiesen werden konnte dem Angeklagten, dass er den Auftrag zur Ermordung des Mannes gegeben hatte. Deswegen wurde er nur des Totschlags für schuldig befunden. Die beiden Killer, die der Mann - wie berichtet - mit Messerstichen und Schüssen getötet hatten, bekamen lebenslänglich.

Van Hoogstraten, dessen Vermögen auf 800 Millionen Euro geschätzt wird, nahm das Urteil ohne jede äußere Regung auf. Nach Zeitungsberichten hat der "Immobilienhai" schon zahlreiche unliebsame Mitbewerber durch Drohungen und Gewaltakte zum Rückzug gezwungen. In den sechziger Jahren verbüßte er eine vierjährige Gefängnisstrafe, weil Gangster in seinem Auftrag eine Granate in die Wohnung eines Geschäftspartners geworfen hatten, der ihm Geld schuldete. (APA)

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