Fondsmanager für Börsen optimistisch

25. Oktober 2002, 16:18
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Umfrage: Schlechtes Zeugnis für EZB-Politik

Wien - Weiterhin optimistisch zeigen sich europäische Fondsmanager über die zukünftige Entwicklung der Aktienmärkte. Dies geht aus der Oktober-Umfrage "European Fund Trends" der Fondsratinggesellschaft Morningstar hervor. 83 Prozent der Fondsgesellschaften sehen reine Aktienfonds als beste Anlageform auf Sicht von zwölf Monaten. Damit ist der Anteil der Aktienoptimisten gegenüber der letzten Umfrage von September (82 Prozent) leicht gestiegen.

Kursanstiege

41 Prozent der befragten Vermögensverwalter attestieren den Aktienmärkten gemessen am MSCI World Index auf Zwölfmonatssicht eine Performance von 10 bis 15 Prozent. 37 Prozent erwarten Kursanstiege im Rahmen von fünf bis zehn Prozent. Lediglich drei Prozent der Befragten stellen sich auf eine negative Entwicklung ein.

Kritik an der EZB

Ein tendenziell negatives Zeugnis stellen die befragten Fondsmanager der Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) aus. 35 Prozent befinden, dass die EZB auf den Konjunkturabschwung der Eurozone schlecht reagiert habe, knapp 10 Prozent halten die EZB-Politik sogar für "sehr schlecht". Rund 37 Prozent sehen die EZB-Politik "neutral" und nur 19 Prozent als "verhältnismäßig gut". Keiner der Befragten entschied sich für die Bewertung "sehr gut".

Befragt wurden zwischen 11. und 18. Oktober Fondsmanager von 64 europäischen Fondsgesellschaften. Erstmals wurden im Oktober auch drei österreichische Institute befragt, nämlich die BAWAG, die Bank Austria Creditanstalt-Fondstochter Capital Invest und die Erste-Sparinvest. (APA)

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