Erhöhte Vorsicht bei Südostasien-Reisen

26. Oktober 2002, 13:00
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Außenministerium hält Reisewarnung für Indonesien aufrecht und weist auf erhöhte Sicherheitsgefährdung bei Thailand-Reisen hin

Wien - Vor dem Hintergrund der Terroranschläge auf der indonesischen Insel Bali und auf den Philippinen mahnt das österreichische Außenministerium in einer Aussendung zu erhöhter Vorsicht bei Reisen nach Südostasien. Vor Reisen nach Indonesien hat das Außenministerium bereits nach den Anschlägen auf Bali eine offizielle Reisewarnung ausgesprochen. Bei den anderen südostasiatischen Ländern wird auf der Reise-Website des Ministeriums auf eine "erhöhte Sicherheitsgefährdung" hingewiesen.

Das Ministerium weist vor allem auf die "erhöhte Gefahr" gezielter Anschläge gegen touristische Einrichtungen wie Bars, Diskotheken und Nachtclubs, aber auch von Hotel- und Freizeitanlagen hin. Auch vor möglichen Geiselnahmen westlicher Touristen - sowohl in den Touristenzentren, als auch in entlegeneren Regionen - wird gewarnt.

Auch Dänemark und Schweiz warnen

Das Schweizer Außenministerium (EDA) hat am Freitag die Reiseempfehlungen für Thailand verschärft. Am Donnerstag hatte die dänische Botschaft in Thailand Reisende vor dem Besuch von Touristenattraktionen gewarnt. Es gebe Informationen des Außenministeriums in Kopenhagen, dass Bombenanschläge auf beliebte Touristenorte geplant seien, erklärte der dänische Botschafter Ulrik Helweg-Larsen. Die thailändische Polizei hat allerdings in der vergangenen Woche ihre Patrouillen in Pattaya und auf der Insel Phuket verstärkt.

Thailand: Erhöhte Wachsamkeit in Südprovinzen

Auch Thailand rät nun Urlaubern zu besonderer Vorsicht beim Besuch von einigen Landesteilen. "Vor dem Hintergrund der jüngsten Terroranschläge in der südostasiatischen Region werden deutsche Staatsangehörige zu erhöhter Wachsamkeit beim Besuch von Gegenden mit einem hohen moslemischen Bevölkerungsanteil, wie zum Beispiel die vier südlichsten Provinzen von Thailand, aufgefordert", hieß es in einer Erklärung der thailändischen Botschaft in Berlin.

Die Behörden hätten aber "alle erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz und Wohlergehen der thailändischen, als auch der Staatsbürger anderer Länder ergriffen".

Seitens des Außenministeriums in Wien wird bezüglich Thailand auf eine "erhöhte Sicherheitsgefährdung" hingewiesen. Von Reisen in den Süden des Landes außerhalb der Touristenzentren, vor allem in die hauptsächlich von Moslems bewohnten Provinzen (Narathiwat, Yala, Pattani, Songkhla, Satun, Pattalung, Trang und Nakhon Sri Thammarat), wird derzeit abgeraten. In den Touristenzentren selbst (Phuket/Patong, Pattaya) wären angesichts aktueller Drohungen öffentliche Plätze und Massenansammlungen, die Ziele von Anschlägen sein könnten, zu meiden. (APA/red)

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    foto: fotodisc
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