Drittgrößter Nationalpark Österreichs eröffnet

26. Oktober 2002, 10:00
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Das Gesäuse umfasst zunächst 11.000 Hektar in überwiegend alpinem Gelände

Graz - Der sechste Nationalpark Österreichs und gleichzeitig erste der Steiermark wird am Nationalfeiertag eröffnet. Im Rahmen des feierlichen Eröffnungsakts findet in Stift Admont die Unterzeichnung des 15a-Vertrags zwischen Bund und Land Steiermark durch Umweltminister Wilhelm Molterer und Landeshauptfrau Waltraud Klasnic statt. Der nach Hohe Tauern und Kalkalpen drittgrößte rot-weiß-rote Nationalpark befindet sich noch in der Aufbauphase, die drei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen wird.

Der Nationalpark Gesäuse wird bei der Eröffnung 11.000 Hektar - fast ausschließlich Flächen der Landesforste in überwiegend alpinem Gelände - umfassen, in den kommenden Jahren ist eine Abrundung auf 12.500 Hektar geplant. Seit 1997 laufen die Vorbereitungen. So ist beispielsweise begonnen worden, den Baumbestand im Auwald standortgerecht zu verjüngen. Zwei Schottergruben und eine Asphaltmischanlage, die noch im Planungsgebiet liegen, sollen bis 2004 abgesiedelt werden. Forst- und Jagdwirtschaft werden umgestellt, menschliche Eingriffe wird es aber weiter geben, wenn es um den Schutz von Siedlungen geht.

Sanfte Nutzung

Wie bei Nationalparken üblich, steht eine sanfte touristische Nutzung im Vordergrund der Betreiber. Bergsteigen, Bergradln und Wildwassersportarten sollen mit dem Zentrum in Gstatterboden forciert werden. Ein Base Camp im Rahmen eines Projekts "Naturerlebnis für Behinderte" wird im Frühjahr 2003, dem "Jahr der Behinderten", in Betrieb genommen, Gespräche über eine naturwissenschaftliche Forschungsstätte sind angelaufen.

Die Basiskosten für den Nationalpark teilen sich Land und Bund: 2 Mill. Euro gibt es einmalig für Investitionen, für den Betrieb werden jährlich ebenfalls 2 Mill. Euro bereitgestellt. Den Rest muss selbst erwirtschaftet werden. Die Zentrale der Parkverwaltung ist in Weng angesiedelt. (APA)

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