Le Pen: "Widerstand gegen weltweite Tyrannei stärken"

25. Oktober 2002, 16:04
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Front-National-Chef erwägt Unterstützungsbesuch bei Saddam Hussein

Paris - Der Chef der rechtsextremen französischen "Nationalen Front" (FN), Jean-Marie Le Pen, erwägt zur Unterstützung des irakischen Staatschefs Saddam Hussein eine Reise nach Bagdad. "Man muss das irakische Volk in seinem Widerstand gegen die weltweite Tyrannei stärken", sagte der Vorsitzende der "Nationalen Front" und frühere Präsidentschaftskandidat am Freitag in Saint-Cloud bei Paris. Die Irak-Politik von US-Präsident George W. Bush erhöhe die Terrorgefahr in den kommenden Jahren erheblich.

Bei Erfolgsschance würde er "sofort abreisen"

Wäre er sicher, dass ein Besuch in Bagdad dem Frieden eine zusätzliche Chance verschaffen könnte, "würde ich sofort abreisen", sagte Le Pen, der im Frühjahr in die Stichwahl um die französische Präsidentschaft gegen Amtsinhaber Jacques Chirac gekommen war. Er hatte Saddam Hussein bereits im November 1990 besucht. Seine Frau ist Präsidentin einer Hilfsorganisation für irakische Kinder.

Im vergangenen Februar war der Kärntner Landeshauptmann und FPÖ-Altobmann Jörg Haider in Bagdad von Saddam Hussein empfangen worden. Nach Erkenntnissen des deutschen Gerichtsmediziners Dieter Buhmann soll es sich bei der Person um ein Double des irakischen Präsidenten gehandelt haben. (APA/AP)

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