Österreichische Stimmen zum Agrarkompromiss

25. Oktober 2002, 15:08
1 Posting

Ferrero-Waldner: Einigung bringe Planungssicherheit bis 2013 aber "gewisse Abstriche" für Bauern seien zu erwarten

Brüssel - Die Details des Kompromisses über die EU-Agrarförderungen an die neuen Mitgliedsländer werden zwar noch beraten. Klar sei aber schon, dass die Einigung den Bauern Planungssicherheit bis 2013 bringen werde, sagte Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (V) am Freitag in Brüssel vor Journalisten. Derzeit verhandeln die Staats- und Regierungschefs in Brüssel über die Finanzierung der Osterweiterung.

Bis 2006 ändere sich für die Bauern nichts

"Natürlich" müssten auch Österreichs Bauern ab 2007 eine "gewisse Leistung" für die Aufnahme der Kandidatenländer erbringen, so die Außenministerin. Bis 2006 ändere sich aber für die Bauern überhaupt nichts. Wichtig sei, dass mit dem Kompromiss sichergestellt sei, dass es nach 2006 weiter Direktzahlungen geben wird, was ja von vielen in Frage gestellt worden war. Außerdem sei eine Obergrenze für diesen Ausgabenposten eingezogen. "Damit können wir alle leben", sagte die Ministerin. Wichtig sei auch, dass der ländliche Raum von den Kürzungen ausgenommen sei.

Beitragshöhe: Das "muss man erst sehen"

In dem Kompromiss werde auch noch einmal bestätigt, dass die EU-Beiträge der Mitgliedsländer nicht über 1,27 Prozent des BIP steigen werden, hob Ferrero-Waldner hervor. Das sei aber nur ein maximaler Rahmen, wie hoch die tatsächlichen Beiträge sein werden "muss man erst sehen". (APA)

Share if you care.