Das Ungeborene raucht mit

25. Oktober 2002, 17:30
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Studie findet deutliche Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft rauchten

Stuttgart - Frauen, die während der Schwangerschaft rauchen, riskieren deutliche Verhaltensauffälligkeiten bei ihrem Kind. Das fanden russische Mediziner in einer Studie an 250 zwei bis vier Monate alten Säuglingen heraus, die jetzt in der Fachzeitschrift "Klinische Pädiatrie" veröffentlicht wurde. Rund ein Viertel der Mütter hatte während der Schwangerschaft geraucht. Deren Kinder neigten den Forschern zufolge stärker zu überschießenden Reaktionen als die Kinder von Nichtraucherinnen.

So litten die Säuglinge, die schon im Mutterleib passiv geraucht hatten, häufiger unter kolikartigem Schreien zu bestimmten Tageszeiten, auffallender Gleichgültigkeit oder Abwehrverhalten bei der Pflege. Auch beim Spiel mit den Eltern seien sie weniger aufmerksam gewesen. Die Reaktionen seien stärker gewesen, je mehr Zigaretten die Mutter während der Schwangerschaft geraucht habe.

Unterschiede zwischen den Kindern von Raucherinnen und Nichtraucherinnen zeigten sich auch darin, dass Raucherkinder zu früh zur Welt kamen und bei der Geburt leichter waren. Insgesamt seien sie in einer schlechteren allgemeinen Verfassung gewesen. (APA/AP)

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