"Liberties Lost"-Konferenz kritisiert Verlust der bürgerlichen Freiheit

26. Oktober 2002, 17:33
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"If they know what you did yesterday, they will know what you will do tomorrow ..."

Wien - In Wien fand die erste Central European Liberties Conference (CELC) "Liberties Lost" statt. Das Hauptthema der diesjährigen Konferenz waren die Pläne der verschiedenen europäischen Regierungen und der EU zur verpflichtenden Speicherung der Verbindungsdaten durch die Netzbetreiber. Die Konferenz soll nach dem Willen der Veranstalter Bürgerrechts- und Internetaktivisten, sowie Vertreter der Industrie zusammenbringen. Die Konferenz wurde von den Vereinen quintessenz und VIBE!AT, sowie vom Verband der Internet Service Provider Austria (ISPA) veranstaltet und stand unter dem Motto: "If they know what you did yesterday, they will know what you will do tomorrow."

Die Veranstalter sind der Ansicht, dass unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung immer mehr Grundrechte der Bürger massiv eingeschränkt werden. Sie wollen daher nach eigenen Angaben vor allem auch ein öffentliches Bewusstsein über die verpflichtenden Speicherung der Verbindungsdaten durch die ISPs schaffen. Daneben soll diese Problematik aus der Sicht der Internet-Nutzer aus unterschiedlichen Staaten Europas, der Industrie und des Gesetzgebers beleuchtet werden.

VIBE!AT und quintessenz vergeben auch den Big Brother Awards. (pte)

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