"Sie denken nur, sie wären stark"

25. Oktober 2002, 13:48
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Dabei sind Männer das "schwächere Geschlecht" - "men's health"-Kongress in Wien

Wien - Sie denken oft, sie wären "stark", dabei sind sie eigentlich schwächer als das angeblich "schwache Geschlecht". "Männer sterben früher als Frauen. Ehemals war das umgekehrt. Die Frage ist: Warum sterben wir früher und wie können wir diesen Unterschied zu den Frauen beseitigen", erklärte am Freitag der Wiener Urologe Univ.-Prof. Dr. Michael Marberger anlässlich des 2. Weltkongresses zum Thema Männergesundheit (25. bis 27. Oktober) in Wien.

Männergesundheit habe Auswirkung auf die gesamte Familie

In den vergangenen Jahren hat sch zunehmend ein Trend in Richtung geschlechtsspezifischer Medizin bemerkbar gemacht. Das hat positive und negative Seiten. Dr. Bruce Sparks, nächster Präsident der internationalen Gesellschaft der Hausärzte: "Ich mag diese Unterteilungen nicht unbedingt. Männergesundheit ist mehr ist als die Gesundheit der Männer. Sie ist nicht nur das Problem der Männer. Sie hat eine Auswirkung auf die gesamte Familie."

Freilich, ganz spezifische Probleme des offenbar nur bedingt "starken Geschlechts" wurden erst in den vergangenen Jahren zunehmend diskutiert. Der niederländische Urologe Univ.-Prof. Dr. Frans Debruyne: "70 bis 80 Prozent unserer Patienten sind Männer. Noch Mitte der achtziger Jahre wurde das Thema der erektilen Dysfunktion ("Impotenz", Anm.) kaum angesprochen. Heute wissen wir, dass rund 50 Prozent der über 60-Jährigen daran leiden, bei den 40- bis 50-Jährigen sind es 20 Pozent. Wir haben mittlerweile auch die Mittel, um die erektile Dysfunktion zu behandeln." (APA)

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