Bundesliste: Haider immer noch nicht ganz gestrichen

27. Oktober 2002, 11:29
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Kärntner FPÖ-Chef Strutz legt Reichhold die Latte bei zwanzig Prozent

Wien - Ziemlich hoch legt der Kärntner FPÖ-Chef Martin Strutz seinem Bundesparteiobmann Mathias Reichhold die Erfolgslatte für die Nationalratswahl: "Zwanzig Prozent sind machbar", erklärt er im am Montag erscheinenden "profil". In den Umfragen steht die FPÖ derzeit bei zwölf bis vierzehn Prozent. Darüber, was passiert, wenn die FPÖ die 20 Prozent nicht erreicht, "sprechen wir am 25. November", so Strutz.

Zu dem Gerücht, dass der Kärntner LH Jörg Haider auf der Bundesliste der FPÖ - für die sich die Freiheitlichen bis Anfang November Zeit lassen - aufscheinen könnte, meinte Strutz: "Das können Sie vergessen, Haider ist nur in Kärnten aktiv." Es gebe, berichtet "profil", in der Partei aber Spekulationen, dass Haider auf die Bundesliste gehen könnte, wenn Reichhold in seinem ersten TV-Duell gegen SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer (am 31. Oktober) versagt.

Obwohl Reichhold - der sich an der Spitze der FPÖ zunehmend allein gelassen fühle - schon mehrmals mit einem vorzeitigen Rückzug spekuliert habe, würden die meisten in der FPÖ dieses Szenario aber für unrealistisch halten, schreibt "profil". Jedenfalls sei der nach dem Rücktritt Susanne Riess-Passers eingesprungene Parteichef aber nach seiner "ausnehmend schwachen" Rede beim Wahlkampfauftakt vergangenen Mittwoch in der Partei "zerzaust" worden. Geschrieben habe die Rede die Pressesprecherin Riess-Passers. (APA)

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