Moslems in den USA fürchten Repressalien

25. Oktober 2002, 13:06
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Mediale Hervorhebung der Religionsangehörigkeit des Snipers könnte Übergriffe auf Gläubige nach sich ziehen

Washington - Nachdem der Heckenschütze von Washington allem Anschein nach gefasst sein dürfte, hat der Amerikanische Rat der Muslime seine Sorge vor Repressalien gegen Angehörige des islamischen Glaubens geäußert.

Sollte sich John Allen Muhammad, der vor einigen Jahren zum Islam konvertierte, tatsächlich als der so genannte Sniper erweisen, könnte dies willkürliche Vergeltungsaktionen gegen Moslems in den USA auslösen, erklärte Ratsmitglied Faiz Rehman am Donnerstagabend in Washington. Dies sei nach dem 11. September 2001 nicht anders gewesen.

Nach den Terroranschlägen von New York und Washington wurden binnen kurzer Zeit mehr als 2.000 Übergriffe auf Moslems registriert. In Cleveland im Staat Ohio etwa wurde ein Lastwagen in eine Moschee gerammt, in Alexandria in Virginia wurden die Fenster eines islamischen Buchladens mit Steinen beworfen und zerstört. (APA)

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