Moskau sieht "Augenblick der Wahrheit" in Tschetschenienfrage

25. Oktober 2002, 11:51
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Außenministerium spricht jene an, die Tschetschenen "noch in 'böse' und 'gute' einteilen"

Wien - Für die russische Führung sollte die massenhaften Geiselnahme in Moskau "zu einem Augenblick der Wahrheit für all jene werden, die Terroristen in Tschetschenien noch in 'böse' und 'gute' einteilen´". In Erklärung des russischen Außenministeriums am Freitag hieß es am Freitag unter anderem: "Sowohl die Tragödie mit der Geiselnahme in Moskau, als auch die Welle der terroristischen Aktionen, die in den anderen Regionen der Welt ins Rollen gebracht wurde, weisen darauf hin, dass die Weltgemeinschaft nicht mit den vereinzelten Aktionen, sondern mit der geschickt groß angelegten Aggression der Stoßtruppen des internationalen Terrorismus konfrontiert (wird)."

"Es ist wichtig", heißt es in der Aussendung, die von der russischen Botschaft in Wien übermittelt wurde, weiter, "dass die Bemühungen der Völkergemeinschaft im Kampf gegen den internationalen Terrorismus konkrete Formen annehmen und einen umfassenden Charakter tragen." Es gehe um die Festigung der Zusammenarbeit auf politischer Ebene sowie zwischen speziellen Diensten und Rechtsschutzorganen, um die gezielte Arbeit zur Ausrottung der finanziellen Wurzeln des Terrorismus zu führen. "Eine solche Kooperation ist für Russland von lebenswichtigem Interesse. Darin sehen wir die Garantie dafür, dass es den Terroristen nicht gelingen wird, die Völkergemeinschaft als Geisel der Angst zu nehmen; darin liegt die Überzeugung, dass wir im Kampf mit dem internationalen Terrorismus siegen werden." (APA)

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