Geheimdienst: Geiselnehmer weitgehend identifiziert

25. Oktober 2002, 12:43
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Staatsanwalt leitet Verfahren wegen Terrorismus, Geiselnahme und Mord ein

Moskau - Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben einen Großteil der Geiselnehmer in dem Moskauer Musical-Theater bereits identifiziert. Von den rund 50 Männer und Frauen des tschetschenischen Terrorkommandos seien die meisten russischer Staatsangehörigkeit, sagte FSB-Sprecher Sergej Ignatschenko am Freitag der Nachrichtenagentur Interfax. Nach seinen Angaben sprachen die Ermittler mit rund 300 Angehörigen und Freunden der seit Mittwochabend festgehaltenen Geiseln und erstellten mit Hilfe der über Telefon von den Geiseln übermittelten Informationen Profile der Täter. Der FSB habe von den meisten von ihnen bereits Fotos.

Terrorismus, Geiselnahme und Mord

Der Moskauer Staatsanwalt Michail Awdjukow hat nach eigenen Aussagen inzwischen ein Verfahren gegen die Männer und Frauen wegen Terrorismus, Geiselnahme und Mord eingeleitet. Im letzten Fall geht es um den Tod einer jungen Frau, die am Mittwochabend von den Geiselnehmern erschossen worden war. Während die russischen Behörden angaben, die Frau sei auf der Flucht aus dem Theater getötet worden, behaupten die Geiselnehmer auf ihrer Web-Seite, sie habe trotz mehrfacher Warnung versucht, in das Theater einzudringen. Nach wie vor unklar war am Freitag, wie viele Geiseln sich in dem Gebäude noch aufhalten. Awdjukow schätzt ihre Zahl auf "500 bis 700". (APA)

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