Bagdad dementiert Ausweisung von CNN-Journalisten

26. Oktober 2002, 16:45
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Alle ständigen ausländischen Medienbüros bleiben geöffnet

Bagdad - Die irakische Regierung hat die angebliche Ausweisung von Journalisten des US-Fernsehsenders CNN dementiert. Entsprechende Berichte internationaler Nachrichtenagenturen seien ohne Grundlage, teilte ein Sprecher des Informationsministeriums in Bagdad am Samstag mit. Alle ständigen ausländischen Medienbüros in der Hauptstadt blieben unverändert geöffnet.

CNN hatte am Freitag mitgeteilt, die irakischen Behörden hätten die langjährige Chefin des CNN-Korrespondentenbüros in Bagdad, Jane Arraf, und ihr Team des Landes verwiesen. Die Journalisten müssten bis spätestens Montag den Irak verlassen haben, erklärte der Sender. Die Behörden reagierten damit nach CNN-Darstellung auf einen Bericht über eine Demonstration mehrerer Dutzend Iraker am vergangenen Dienstag in Bagdad, die von der Regierung Informationen über den Verbleib verschwundener Angehöriger forderten.

In einer Erklärung des Presse-Zentrums des Informationsministeriums in Bagdad hieß es, die große Zahl der zurzeit im Irak stationierten ausländischen Journalisten arbeite normal. Zur Volksabstimmung über die Präsidentschaft Saddam Husseins am 15. Oktober seien über 500 ausländische Journalisten im Irak empfangen worden. Vielen Journalisten seien die Visa um eine weitere Woche verlängert worden. Nach Angaben des Pressezentrums werden in der kommenden Woche Dutzende Journalisten zu Besuch im Irak erwartet. (APA/Reuters)

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