Gläubigerforderungen bei Kirch auf 9,3 Milliarden Euro erhöht

24. Oktober 2002, 19:04
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Größter Teil zwischen Insolvenzverwaltung und Gläubigern umstritten

Im Insolvenzverfahren der KirchMedia haben Gläubiger weitere Forderungen angemeldet, so dass die Summe der Ansprüche nun auf 9,3 Milliarden Euro gestiegen ist. Wie ein Sprecher der KirchMedia-Geschäftsführung nach einer Gläubigerversammlung am Donnerstag mitteilte, hat die neue Firmenleitung in Übereinstimmung mit Insolvenzverwalter Michael Jaffe jedoch lediglich 1,9 Milliarden Euro der Forderungen als berechtigt anerkannt.

Hollywood-Studios fordern 4,86 Milliarden Euro

Insgesamt 7,38 Milliarden Euro angemeldeter Ansprüche wurden bei dem Prüftermin vorläufig bestritten. Der größte Teil sind dabei mit 4,86 Milliarden Euro Schadensersatzforderungen von Hollywood-Studios, mit denen Kirch teure Lizenzverträge geschlossen hatte. Die meisten dieser Ansprüche hofft das Unternehmen aber bei den laufenden Verhandlungen im Zuge der Neustrukturieung des Medienkonzern ausräumen zu können.

Bis zum nächsten Prüftermin am 15. Jänner solle der größte Teil aller Ansprüche entweder anerkannt oder endgültig bestritten sein. Im letzteren Fall könnten die betroffenen Gläubiger ihre Forderungen nur noch auf dem Klageweg durchsetzen. Bisher hat das Unternehmen nur die verhältnismäßig geringe Summe von fünf Millionen Euro endgültig bestritten. (APA)

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