Kinofilme auf Imax-Format aufblasen

24. Oktober 2002, 20:10
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Der kanadische Filmemacher Imax stellte eine neue Technologie vor

Wien - Bei Digital Remastering (DMR) wird jedes einzelne Bild eines 35-mm-Filmes in drei Schritten digital nachbearbeitet und so für die Großleinwände abspielbar gemacht, die bis zu 36,5 Meter Breite und eine Höhe von mehreren Stockwerken haben können. Der erste Film, der überarbeitet wurde, ist Apollo, im November startet in den USA Star Wars: Episode II.

"Wir Imax-Kinos in Europa wissen noch nicht recht, ob wir solche Filme künftig auch übernehmen wollen", sagt Barbare Blohberger, Communications Manager des Wiener Imax. In den USA jedoch wird die Technologie bereits als logische Weiterentwicklung für große Hollywoodschinken gefeiert - und könnte marode Multiplex-Betreiber eventuell dazu verführen, in eine Großleinwand zu investieren.

Die Zurückhaltung gegenüber der Technologie bei den (vom US-kanadischen Konzern) in den meisten Fällen unabhängigen Imax-Kinos erklärt Blohberger damit, dass die Spielhäuser zumeist auf "Edutainment" ausgerichtet sind - und deshalb auch oft in der Nähe von Museen angesiedelt sind. Die Gefahr sei einfach, dass Imax-Kinos zu einer Art Secondhand-Industrie der Filmindustrie würde. Allerdings obliegt die Filmauswahl der in einer Art Franchising betriebenen Imax-Kinos dem jeweiligen Betreiber selbst.

Aufwendig und teuer

Das Drehen eines 70-Millimeter-Filmes ist noch aufwändiger und teurer als die Herstellung eines konventionellen Streifens. Für 30 Filmsekunden beim derzeit laufenden Ocean Man benötigte man neun Stunden, erzählt Blohberger. Dementsprechend stoßen technologische Neuerungen beim Filmemachen grundsätzlich auf viel Aufmerksamkeit.

Beim Drehen von Imax-Filmen wird - wie im Filmgeschäft überhaupt - zunehmend mit Digitalkameras gearbeitet. Eines der ersten diesbezüglichen Projekte findet derzeit in Österreich statt. Im Auftrag und gesponsert von der Niederösterreichischen Landesregierung, dreht der österreichische "Universum"-Regisseur Kurt Mündl einen Film mit dem Titel The Spirit of Blue Yellow. Dieser wird ab Frühjahr 2003 im Wiener Imax zu sehen sein. (Johanna Ruzicka/DER STANDARD, Printausgabe, 25.10.2002)

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    Das Original eines Films muss in ein digitales Format gescannt und dann überarbeitet werden, damit es "Imax-fähig" wird. "Apollo 13" war der erste diesbezüglich Film.

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