Stadlers Kulturkampf

24. Oktober 2002, 19:11
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Nein, Medien seien keine zugelassen. Ist privat, ließ FPÖ-Volksanwalt Ewald Stadler ausrichten. Er wollte bei seinem Vortrag Mittwochabend auf der Bude der Wiener Burschenschaft Albia offenbar ungestört bleiben. Sicherheitshalber. Denn für seine Kameraden sprach der Volksanwalt zum Thema "Islamisierung als Gefahr für Europa?".

Dementsprechend wenig ist über den Inhalt der Stadler-Rede bekannt. Der Volksanwalt dürfte aber zu einem Rundumschlag ausgeholt haben. Die Palette soll laut Ohrenzeugen von der Homo-Ehe über den ORF bis hin zu der Moschee "in Blicknähe des Vatikans" gereicht haben. Von Zuwanderern erwarte er sich "als Hausherr", dass "unsere Kultur übernommen wird". Überraschend ist die Themenwahl Stadlers auf jeden Fall nicht. Schon vor Jahren stellte er in einem Interview die Frage, "ob wir laufend neue Moscheen in Österreich zu tolerieren haben. Ich sehe kein christliches Gebot, Moscheen zu fördern. Niemand kümmert sich um die Missionierung der Moslems im Land." (pm/DER STANDARD, Printausgabe, 25./26./27.10.2002)

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