US-Musikindustrie ruft Firmen zum Kampf gegen Piraterie auf

25. Oktober 2002, 10:38
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Mit einem Schreiben an 1000 Unternehmen wollen die Branchen-Vertreter firmen-interne Tauschbörsianer treffen

Laut einem Bericht des Wall Street Journal macht die US-Unterhaltungsindustrie nun wieder gegen Tauschbörsen mobil. Diesmal werden Firmen in einem Schreiben zum Kampf gegen die Online-Piraterie aufgerufen.

Geschlossen gegen die Tauschbörsianer

Wie es in dem Artikel heißt, haben sich die Motion Picture Association of America (MPAA), die Recording Industry Association of America (RIAA), die National Music Publishers' Association (NMPA) und die Songwriters Guild (SG) in dem Schreiben gemeinsam an die Firmen gewandt. Die 1000 angeschriebenen Unternehmen sollen sich am Kampf gegen die Piraterie beteiligen und alle "nötigen Schritte einleiten" damit ihre Computernetzwerke und Internetzugänge nicht für den Missbrauch von urheberrechtlich geschützten Arbeiten verwendet werden können.

Unternehmen zur Verantwortung ziehen

Der Appell der US-Industrie wird als erster Vorbote einer neuen Strategie gewertet: in Zukunft könnten Unternehmen die den Tausch über ihr Firmen-Netze nicht unterbinden zur Verantwortung gezogen werden. Die Briefaktion ist eine logische Fortführung der großangelegten Offensive der Branche gegen Tauschbörsen. Erst vor Kurzen forderte die RIAA in einem Schreiben an 2300 Universitäten diese auf den Tauschhandel zu unterbinden. Auch Werbekampagnen mit Film- und Musik-Stars in Kino, Radio und Fernsehen sollen die Öffentlichkeit zum Umdenken bewegen. Außerdem wurden zahlreiche US-Provider aufgefordert, Kundendaten herauszugeben.(red)

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