Marlon Brandos Drag-Queen-Verbot

25. Oktober 2002, 12:47
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Dem als exzentrisch geltenden Filmstar gefallen einige Szenen in Dokumentarfilm Kayes nicht - jetzt wurde die Premiere abgesagt

New York - Die Uraufführung eines Dokumentarfilms über den Hollywood-Schauspieler Marlon Brando ist auf Verlangen des 78- jährigen Stars abgesagt worden. Der Darsteller des "Paten" drohe mit einer Klage gegen den Regisseur des Films "Conversations With Brando", berichtete der Sender NBC. Der Filmemacher Tony Kaye hatte Brando Hunderte von Stunden dabei gefilmt, wie er Kollegen wie Sean Penn, Leonardo DiCaprio, Nick Nolte und auch dem Popstar Michael Jackson Schauspielunterricht gab.

Szenen als Drag-Queen und Priester

Der Film sollte im nächsten Monat während des Raindance Film Festivals in London gezeigt werden. Brando verbat sich das jedoch, weil er in einigen der Szenen als Drag-Queen und als Priester zu sehen ist, berichtete NBC.

Absage aus "Vermarktungsgründen"

Der seit Jahren als unberechenbar geltende Star hatte sich anfangs begeistert über das Dokumentarfilmprojekt geäußert. Brando wollte das gesamte Filmmaterial über seine Lektionen, die er "Lügen fürs Geldverdienen" nannte, in einzelnen Folgen über das Internet verkaufen. Branchenexperten schlossen nicht aus, dass die Absage der Premiere aus "Vermarktungsgründen" geschah. Der Sender zitierte einen "Insider" mit den Worten: "Brando ist sehr exzentrisch, und auch Kaye ist schwer zu durchschauen." (APA/dpa)

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    Marlon Brando gilt als unberechenbar.

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