Wiedereröffnung: Rapids Hoffnung

25. Oktober 2002, 12:24
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Hickersberger zum neuen, überdachten Hanappi-Stadion: "Darauf können wir wirklich stolz sein" - Personalanpassung bei der Austria

Wien - Im Ernst Happel-Stadion glichen Rapid-Heimpartien zuletzt Geisterspielen, kein Wunder dass sich Österreichs Fußball-Rekordmeister am Sonntag von der Rückkehr ins ausverkaufte Gerhard Hanappi-Stadion einiges erwartet. Im 231. Wiener Derby gegen die Austria will Grün-Weiß mit dem Publikum im Rücken zurück auf die Erfolgsspur finden, für den Tabellenführer ist das Duell mit dem Erzrivalen die Generalprobe für das UEFA-Cup-Aufeinandertreffen mit dem FC Porto.

Die Sehnsucht hat ein Ende

"Die Spiele im Happel-Stadion waren wie auf neutralem Terrain, Heimvorteil haben wir dort keinen gehabt. Nicht nur unsere Fans, auch die Mannschaft hat mit Sehnsucht auf die Rückkehr ins Hanappi-Stadion gewartet", ist Rapid-Coach Josef Hickersberger erleichtert über das Ende des "Ausquartierung". In der nun voll überdachten Heimstätte in Hütteldorf soll auch die Heimbilanz wieder aufpoliert werden, denn bisher stehen in dieser Saison erst zwei Siege vor eigenem Anhang zu Buche. Auswärts holte Rapid mehr Punkte als im Happel-Stadion.

"Ein Schmuckkästchen"

"Unser Stadion ist jetzt wirklich ein Schmuckkästchen geworden, darauf können wir wirklich stolz sein", schwärmt Hickersberger von der reinen Fußball-Arena. Auch ohne die verletzten Ferdinand Feldhofer, Ladislav Maier und Kapitän Andreas Herzog (Bandscheibenprobleme) soll der erste Saison-Auftritt im 14. Bezirk erfolgreich gestaltet werden. Die Derby-Heimbilanz spricht jedenfalls für Rapid, denn seit 7. April 1996 (0:1 durch ein Tor des mittlerweile zu Rapid gewechselten Günter Schießwald) gab es in den "eigenen vier Wänden" keine Niederlage gegen die Austria.

Daum hat gute Derby-Erfahrungen

Auf die Statistik setzt aber auch Austria-Trainer Christoph Daum, der gute persönliche Derby-Erinnerungen hat: "Mit dem 1. FC Köln habe ich gegen Bayer Leverkusen fast immer erfolgreich abgeschnitten und als Leverkusen-Coach war es dann in den Duellen gegen Köln ähnlich. Auch in meiner Istanbul-Zeit war ich mit Besiktas in der internen Stadt-Meisterschaft nur schwer zu schlagen." Eine weniger gute Nachricht gab es für die Austria bei der Diagnose der Djalminha-Verletzung, denn der Brasilianer fällt mit einem Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel für drei bis vier Wochen aus und fehlt mit damit wohl in beiden UEFA-Cup-Spielen gegen Porto.

Personalanpassung bei Austria

Zudem trennten sich die Violetten am Donnerstag von Konditionstrainer Günther Gorenzel-Simonitsch, der noch unter Walter Schachner nach Favoriten gekommen war. Der Vertrag wurde einvernehmlich aufgelöst.(APA)

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    Eine Szene aus dem letzten Derby: Der Austrianer Dheedene im Zweikampf mit Wagner.

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