Rebellen in Cote d'Ivoire sollen Fernsehstation besetzt haben

24. Oktober 2002, 14:23
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Waffenstillstand gefährdet

Abidjan - In der westafrikanischen Republik Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) hat die Regierungsarmee die aus ihren Reihen kommenden Rebellen beschuldigt, den eine Woche alten Waffenstillstand gebrochen zu haben. Sie hätten unweit des Kakaohandelszentrums Doala das Feuer auf Regierungssoldaten eröffnet, erklärte ein Armeesprecher im staatlichen Fernsehen. Die Aufständischen der "Patriotischen Bewegung" hätten außerdem die Fernsehstation in Bouake in ihre Gewalt gebracht, um ihre Propaganda zu verbreiten. Eine unabhängige Bestätigung gab es dafür jedoch nicht.

Westafrikanische Vermittler haben die Regierung von Präsident Laurent Gbagbo und die Rebellen zu sofortigen direkten Verhandlungen gedrängt. Ein Sprecher der Kontaktgruppe der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) sagte nach dem Auftakt eines Gipfeltreffens in der Regierungsstadt Abidjan am Mittwochabend, der togolesische Präsident Gnassingbe Eyadema solle die Friedensgespräche fortan koordinieren. Die Staatschefs von Nigeria, Niger, Ghana, Guinea-Bissau, Mali und Togo waren bei einem Krisengipfel in der ghanesischen Hauptstadt Accra bestimmt worden, um den friedlichen Dialog in dem von einer Militärrebellion erschütterten Land in Gang zu bringen. (APA/dpa)

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