"99 Prozent würden es wieder tun"

24. Oktober 2002, 15:31
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Zufriedenheit mit den niederösterreichischen Tagesmüttern überaus hoch

St. Pölten - 5.500 Kinder in Niederösterreich werden von Tagesmüttern betreut, rund 85 Prozent davon seitens des NÖ Hilfswerks. Diese Aufgabe werde seit 20 Jahren zur höchsten Zufriedenheit der Eltern erfüllt, betonte der Präsident Innenminister Ernst Strasser in einer Pressekonferenz am Donnerstag. Laut einer aktuellen Studie hätten 99 Prozent der befragten Mütter und Väter angegeben, sie könnten die Tagesmutter- Betreuung weiter empfehlen.

Bereits 1981, als der Anteil der erwerbstätigen Frauen noch bei 45 Prozent lag, habe das NÖ Hilfswerk die Notwendigkeit zur Schaffung flexiblerer Kinderbetreuungsmodelle erkannt und die Aktion Tagesmütter ins Leben gerufen, erinnerte Strasser. Inzwischen verzeichne Österreich mit 75 Prozent nach Frankreich und Skandinavien die höchste Frauen-Erwerbstätigkeit in Europa.

Familiäre Umgebung, flexible Betreuungszeiten und konstante Bezugspersonen wichtig

Aktuell betreuen etwa 1.400 Tagesmütter des NÖ Hilfswerks an die 4.700 Mädchen und Buben im Land. Strasser: "Mit einigem Stolz stelle ich fest, dass das Hilfswerk heute nach den Landeskindergärten zweitgrößter Anbieter von Kinderbetreuung in Niederösterreich ist."

"99 Prozent würden es wieder tun." Mit diesen Worten fasste Geschäftsführer Gunther Hampel die Ergebnisse einer aktuellen Studie zusammen, die sich mit der Zufriedenheit der Eltern mit der Tagesmutter- Betreuung befasst hatte: Besonders geschätzt würden die Verlässlichkeit bei Vereinbarungen, die Zuverlässigkeit und Kooperationsbereitschaft sowie die Vertrauenswürdigkeit der Tagesmutter. Auf einer fünfstufigen Skala von eins (absolut unzufrieden) bis fünf (absolut zufrieden) lägen die Werte im Bereich 4,40 bis 4,84. Auf die Frage nach der Entscheidung für die Kinderbetreuung durch Tagesmütter stünden "familiäre Umgebung" (78 %), "flexible Betreuungszeiten" sowie "konstante Bezugsperson" (je 69%) an der Spitze.

Für die Zukunft sei die gesellschaftliche Anerkennung des Berufs der etwa 1.400 MitarbeiterInnen ein wichtiges Anliegen, betonte Hampel. Strasser merkte noch an, dass für einen geringen Teil der in der Kinderbetreuung des Hilfswerks Tätigen der Begriff "Tagesmutter" schon "irreführend" sei. Immerhin gäbe es bereits fünf "Tagesväter". (APA)

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