Politisches aus Italien und spanische Avantgarde in Montpellier

24. Oktober 2002, 13:36
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Das südfranzösische Filmfestival startet am 25. Oktober mit Omar Sharif als Ehrengast

Paris - Die Geschichte des politischen Films in Italien ist einer der Schwerpunkte des "Festival international du cinema mediterraneen", das von morgen, Freitag, bis zum 2. November zum 24. Mal im südfranzösischen Montpellier (Herault) stattfindet. Auf dem Programm stehen insgesamt 200 Filmvorführungen. Ehrengäste sind bei der diesjährigen Ausgabe Filmstar Omar Sharif (70), dem eine Hommage gewidmet ist, sowie die französische Schauspielerin und Regisseurin Nicole Garcia.

Klassiker des Neorealismus

Der dem italienischen Film gewidmete Abschnitt trägt den Titel "Camera a sinistra". Zu sehen sind insbesondere Klassiker des Neorealismus der Nachkriegszeit wie etwa "Ladri di biciclette" von Vittorio de Sica, "La terra trema" von Luchino Visconti oder "Un uomo da bruciare" der Brüder Taviani.

"Schule von Barcelona"

Ein weiterer Abschnitt des Festivals ist der "Schule von Barcelona" gewidmet. Es handelt sich dabei um avantgardistische spanische Filme der 60er Jahre, die ihre Inspiration im Widerstand gegen Franco fanden. In Montpellier sind insbesondere die Streifen "Noche de vino tinto" und "Sexperiencas" von Jose Maria Nunes zu sehen.

Einfluss Nordafrikas auf die französische Filmproduktion

In Zusammenarbeit mit der Filmschule von Montpellier werden heuer auch erstmals experimentelle Filmproduktionen in Form von Videos vorgestellt. Ein letzter Abschnitt ist dem Einfluss Nordafrikas auf die französische Filmproduktion gewidmet. Zu sehen sind Kurzfilme junger Regisseure nordafrikanischer Abstammung, deren Familien allerdings bereits seit zwei oder drei Generationen in Frankreich leben. (APA)

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    foto: screenshot festivalseite
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