"Es steht alles auf dem Prüfstand"

24. Oktober 2002, 13:41
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Deutsche Telekom: Schuldenabbau wird dringlicher - Dividende in Gefahr - Gewinne sind bis 2005 nicht in Sicht

Bonn - Die Deutsche Telekom hat noch keine Beschlüsse zum geplanten Schuldenabbau gefasst und diskutiert nach Angaben eines Sprechers weiter alle Option zur Schuldentilgung. "Es steht alles auf dem Prüfstand, um den Schuldenabbau voranzutreiben", sagte ein Telekom-Sprecher am Donnerstag in Bonn.

Dividende in Gefahr

"Wir haben immer gesagt, es gibt dabei keine heiligen Kühe", fügte er hinzu und reagierte damit auf einen Bericht der Nachrichtenagentur vwd vom Donnerstag, wonach die Telekom erstmals eingeräumt habe, eine weitere Kürzung oder einen Ausfall der Dividende in Betracht zu ziehen. Im Rahmen der strategischen Prüfung der Optionen des Unternehmens werde daher auch über die Ausschüttung diskutiert. "Es gibt jedoch bisher weder Beschlüsse noch einen Zwischenstand, was die Resultate der Strategieüberprüfung angeht", sagte der Sprecher. Gewinne, hieß es weiter, seien bis 2005 nicht in Sicht. Solange werde es dauern, bis der Konzern wieder ein positives Nettoergebnis ausweise, so der Sprecher.

Umbruch

Die Telekom hatte nach dem Rücktritt des langjährigen Vorstandschefs Ron Sommmer Mitte Juli eine Überprüfung der Unternehmensstrategie im In- und Ausland angekündigt. Eckpunkte dieser Überprüfung will die Telekom am 14. November zusammen mit ersten Ergebnissen des Geschäftsverlaufs im dritten Quartal veröffentlichen. Bis Anfang Dezember soll auch ein Nachfolger für Sommer als Vorstandschef benannt werden, der den derzeitigen Interimschef Helmut Sihler ablöst. (APA/Reuters)

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    Bei der Deutschen Telekom soll sich einiges ändern. Die Zeit zum Schuldenabbau drängt: "Es gibt keine heiligen Kühe", heißt es aus dem Unternehmen.

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