Zug im Bahnhof Gloggnitz entgleist

24. Oktober 2002, 11:25
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Triebfahrzeug prallte in eine Straßen-Unterführung - Lokomotive und fünf Waggons aus den Schienen gesprungen

Neunkirchen – Erheblicher Sachschaden ist am Donnerstag, in den frühen Morgenstunden bei der Entgleisung eines Güterzuges im Bahnhof Gloggnitz (Bezirk Neunkirchen) entstanden. Der Unfall hatte kurzfristig Behinderungen auf der Südbahn zur Folge. Ab 5.00 Uhr war die Strecke jedoch wieder durchgehend befahrbar.

Der Unfall hatte sich um 1.16 Uhr bei der Einfahrt in den Bahnhof Gloggnitz ereignet, so ÖBB-Sprecher Johann Rankl. Nach seinen Angaben sprangen die Lokomotive und fünf Waggons eines aus 17 Wagen bestehenden, 830 Tonnen schweren Güterzuges, der Richtung Süden unterwegs war, aus den Schienen. Das Triebfahrzeug prallte laut Feuerwehr in eine Straßen-Unterführung und wurde dabei erheblich beschädigt.

Der Lokführer erlitt leichte Verletzungen. Er wurde nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus Neunkirchen in häusliche Pflege entlassen.

Unfallsursache

Die Ermittlungen zur Klärung der Unfallursache waren am Donnerstag im Gang, so Rankl. Die Bergung der Waggons soll am Freitag, Vormittag erfolgen. Dazu wird die kurzfristige Sperre eines Gleises notwendig sein. Dadurch seien leichte Verzögerungen im Bahnverkehr zu erwarten, sagte der ÖBB-Sprecher.

Wie ein Erdbeben

Bewohner in der Rosengasse in Gloggnitz hätten ob der Erschütterungen durch die Zugentgleisung zunächst an ein Erdbeben gedacht, so die Feuerwehr. Erst der Blick aus den Fenstern habe den wahren Grund gezeigt.

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ÖBB

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