Telefonischer Vermittlungsversuch

24. Oktober 2002, 09:49
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Parlamentarier kontaktierte Rebellenkommando - Mufti appelliert an Theaterbesetzer

Moskau - Im Geiseldrama von Moskau hat ein tschetschenischer Abgeordneter einen Vermittlungsversuch unternommen. Der Parlamentarier nahm in der Nacht auf Donnerstag telefonischen Kontakt mit dem Anführer des Rebellenkommandos auf, das in einem Musical-Theater mehrere hundert Menschen in seiner Gewalt hält. Das Gespräch sei jedoch zunächst ohne Ergebnis geblieben, meldete die Nachrichtenagentur Interfax. Im Fernsehen warnte der Abgeordnete Aslanbek Aslachanow die Geiselnehmer, ihre Tat könne die Lage der Tschetschenen nur verschlimmern.

Der geistliche Führer der tschetschenischen Moslems, Mufti Achmed Schamajew, appellierte ebenfalls an die Kidnapper. Sie sollten zumindest Frauen und Kinder freilassen und den Dialog aufnehmen, mahnte er. (APA)

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